Der aktuelle Webdesign-Trend
Noch vor wenigen Jahren konnte man Webdesign und Marketing-Maßnahmen wie beispielsweise On-Page-SEO klar voneinander trennen, doch mittlerweile verschwimmen die einst klaren Übergänge zwischen beiden Teilbereichen immer mehr. Ein fachlich versierter Webdesigner beherrscht also auch zunehmend die Elemente des On-Page-SEO.
Der Trend geht immer weiter in die Richtung, dass ein gutes Suchmaschinen-Ranking auch durch die Verweildauer, der sogenannten Bounce-Quote, von Besuchern abhängt, denn Suchmaschinen ziehen eine einfache Schlussfolgerung: ist eine Seite gut, bleiben Sie als Leser und Nutzer auf der Seite, ist sie schlecht, sind Sie sehr schnell wieder weg. Nun wird jedoch in den letzten Jahren das mobile Internet immer wichtiger. Spätestens seit dem neuen 4G Mobilfunk-Standard LTE (Long Term Evolution) wird mobiles Internet mehr Gewichtung bekommen, da jetzt schon zu erkennen ist, dass die mobile Nutzung sehr populär ist, während die Verkaufszahlen von Smartphones immer neue Rekorde verbuchen.
Denn durch die neue Technik ist auch eine dauerhafte und gleichzeitig hochwertige Internetverbindung, also mit angemessener Bandbreite, in absehbarer Zeit verfügbar. Bereits mit dem ersten Upgrade von LTE zu LTE Advanced, das noch 2012 eingeführt werden soll, versprechen Ihnen Mobilfunk-Provider diese Verfügbarkeit. In der Folge nutzen immer mehr Menschen Endgeräte wie Tablet-PC und Smartphone, um ihre Lieblingsseiten im Internet aufzurufen. Doch ein kleiner Smartphone-Monitor bietet bei Weitem nicht genug Platz für ein übersichtliches und komfortables Webdesign. Werden nun Webseiten herkömmlich gestaltet, verlassen die mobilen Internetnutzer diese sehr schnell, da solche Seiten weder gut zu lesen geschweige denn zu bedienen sind auf einem Smartphone.
In der Folge realisieren auch Suchmaschinen diese Absprungquoten und gehen von einer vermeintlich schlecht gestalteten Webseite aus und das Suchmaschinen-Ranking wird negativ beeinflusst. Deshalb macht ein Begriff in letzter Zeit immer mehr die Runde: barrierefreies bzw. bullet-proof Webdesign. Dieses barrierefreie Webdesign gibt es schon seit Langem, doch bisher waren die Anforderungen nicht ganz so hoch. Es ging hauptsächlich darum, Seiten so zu kreieren, dass sie auch in verschiedenen Browsern und unter verschiedenen Konfigurationen gut zu lesen sind und sich kein zerhacktes Design ergibt. Doch in der neuen Anforderung muss das Seitendesign so angepasst sein, dass es eben auch auf kleinen Endgeräten hervorragend visualisiert wird.
Das geschieht entweder über ein extra Webdesign für Mobilgeräte, das die Verwendung eines Smartphones erkennt oder eben durch barrierefreies Webdesign. Dabei wird viel Webdesign, das zuvor klassisch über Tabellen entwickelt wurde, zukünftig stärker auf XML-Dateien und CSS-Stylesheets verlagert werden. Gleichzeitig, weil auch die Qualitätsansprüche an Webseiten höher werden, läuft eine allgemeine Seitenoptimierung nun ebenso vornehmlich über das Webdesign und nicht mehr so intensiv über die Seiteninhalte. Das kommt auch durch die Neuausrichtung von HTML zur Geltung – der neue HTML5-Standard steht ebenfalls kurz vor der Vollendung. Kompetentes und qualitativ hochwertiges Webdesign wird in der Folge immer anspruchsvoller, aber auch interessanter und umfangreicher.